• „Frieden-Freiheit-Demokratie“ - Exkursion Loibl Nord und Loibl Süd

„Frieden-Freiheit-Demokratie“ - Exkursion Loibl Nord und Loibl Süd

Auf Einladung des Vereins erinnern.at war es für uns möglich, einen Tag vor dem 8. Mai, dem Gedenktag zum Kriegsende des Zweiten Weltkriegs, das ehemalige KZ-Außenlager Loibl Nord und Loibl Süd zu besuchen. Unser Guide Gerti Malle erzählte uns vom Alltag im Lager, dass dort Menschen beim Tunnelbau an Überarbeitung und Hunger gestorben sind, und dass sie anschließend am Gelände verbrannt wurden.
Frau Malle erklärte uns, dass die Fichten rund um das Gebiet des Lagers Süd die damaligen Mauern darstellen sollen und die Lärchen auf die ehemaligen Wachtürme der SS verweisen. Es war für uns ein bedrückendes Gefühl uns vorzustellen, an einem Ort zu stehen, wo tausende Menschen  Zwangsarbeit verrichteten, um dem Tod zu entgehen. Weiter ging es zur Sanitätsbaracke, in der Sigbert Ramsauer (1909-1991) sein Unwesen trieb. Frau Malle las eine Aussage von Dr. Ramsauer vor, aus der hervorgeht, dass er auch nach dem Krieg keine Reue zeigte. Bedrückend war zu hören, dass die SS die Häftlinge mit Boxwettkämpfen für extra Essensrationen untereinander ausspielte.

Beim Abschnitt Loibl Nord zeigte uns Frau Malle Originalaufnahmen vom Tunnel, der vorrangig von französischen Häftlingen errichtet wurde.  Dort liegen auch viele Steine verteilt am Boden, die direkt aus dem Tunnel genommen wurden, und die uns nun an die Menschen im Lager erinnern sollen. Es ist spannend, wie interessiert wir alle an diesem Thema sind und wie neugierig wir sind, mehr zu diesem Thema zu erfahren. Noch immer ist es unvorstellbar, was damals passierte. Trotzdem sind wir sehr dankbar, wenn wir Exkursionen wie diese machen dürfen.
Hanna Formanek, 2 CHW
Begleitung: Ilse Geson-Gombos

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