Interreligiöse Sarajevo-Reise

Ein Reisetagebuch in Kurzform

Dienstag 1. Mai 2018

  • Travnik
  • Medrese in Travnik
  • Derwisch-Kloster Blagaj

Mittwoch 2. Mai 2018

  • Die Stiftung des Gazi Husrev von 1531 mit Moschee, Schule, Armenküche und Karawanserei (heute Kaffeehaus)
  • Ehemalige evang. Kirche
  • Serbisch Orthodoxe Kirche
  • Katholische Kirche
  • Synagoge
  • Sarajevo Haggada

Texte und Gebete zum Passah-Fest, mittelalterlich, in Spanien gestaltet, von aus Spanien vertriebenen Juden nach Sarajevo gebracht)

  • National Bibliothek
    • Lesesaal
    • Koran-Handschrift
    • Bosnische Stickereien, extra für den Besuch der Modeschülerinnen ausgestellt
  • In der Nationalbibliothek

Donnerstag, 3. Mai 2018

  • Tunnel-Museum

1991 erklärten sich die früheren Teilstaaten Jugoslawiens für selbständig. Bosnien-Herzegowina wurde seit Jahrhunderten von Serben (meist othodox), Kroaten  (katholisch) und Bosniaken (moslemisch) bewohnt. Serben und Kroaten wollten das Land an ihr Territorium angliedern und drangen mit Truppen ein. Sarajevo wurde von serbischen Soldaten belagert und fast völlig eingeschlossen. Drei Jahre lang wurde die Stadt täglich mit Granaten beschossen, Scharfschützen töteten die Menschen auf der Straße. Der einzige Zugang verlief über das Gelände des Flugplatzes, doch auch dort wurden die Menschen beschossen. Um Lebensmittel, Medikamente, aber auch Strom und Wasser in die Stadt zu bringen, gruben die Belagerten einen 800m langen Tunnel unter der Landebahn. Der Eingang war in einem Haus versteckt. Auch Verletzte konnten nur durch den Tunnel in Sicherheit gebracht werden. Ein kleiner Abschnitt des Tunnels ist als Museum eingerichtet.

  • Franziskaner-Gymnasium in Visoko

Nach dem Tunnel-Museum besuchten wir das Franziskaner-Gymnasium in Visoko, wo christliche und muslimische SchülerInnen gemeinsam lernen. Der Direktor, Pater Ivan, führt uns durch die Schule.

  • Anschlagsort – Franz-Ferdinand

Zurück in Sarajevo sehen wir die Stelle, an der 1914 der Österreich-ungarische Thronfolger Franz-Ferdinand von einem serbischen Terroristen ermordet wurde. Dies nahmen die Herrscher Europas zum Anlass, um den Ersten Weltkrieg zu beginnen.

  • Sarajewo à Seilbahn

Für die Olympischen Winterspiele 1984 baute man in Sarajevo eine Seilbahn. 1992 wurde sie im Krieg zerstört, und von den Bergen aus wurde die Stadt beschossen. Erst im April 2018 wurde die Bahn wieder eröffnet, und wir konnten den Blick über die Stadt genießen.

  • Sarajewo à Shopping und Abendessen in einer Karawanserei

Zum Abschluss gab es noch Zeit zum Shoppen in der Altstadt ... und zum Abendessen ging es ab in eine ehemalige Karawanserei.

Freitag, 4.5.

Nach einer Nachtfahrt mit mehrmaligen Grenzkontrollen kamen wir am Freitag um 8.30h wieder wohlbehalten in Klagenfurt an.

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