



Am 17. Dezember 2007 unternahmen wir, die 4 DHW im Rahmen des BWL-Unterrichtes eine betriebswirtschaftliche Exkursion in das benachbarte Bundesland Steiermark, um dort zwei bedeutende Betriebe zu besichtigen.

ANTON PAAR GMBH
Unser erstes Ziel war die Anton Paar GmbH in Graz-Straßgang. Wir wurden sehr freundlich empfangen und von zwei Mitarbeitern durch das Unternehmen geführt.
Die Anton Paar GmbH produziert hochpräzise Messgeräte und hat sich in einzelnen Nischen, etwa bei der Dichtemessung zum Weltmarktführer aufgearbeitet. Gemessen wird alles, was fließt. Die Palette der Kunden reicht von Coca-Cola und Pepsi über Heineken und Ritter Sport bis zu OMV, Shell und Exxon.
Das Sortiment umfasst
- Labormessgeräte, Prozessmessgeräte, Rheometer, Viskosimeter
- Probenvorbereitungen, Instrumente für die Röntgenstrukturanalyse, Analyse von
Festkörperoberflächen
- Temperaturmessgeräte, Mikrowellensynthese
- künstliche Gelenke (Hüften, Finger,…)
Der Exportanteil beträgt 90 Prozent. Das Geschäft verteilt sich auf viele kleine Aufträge in 80 Ländern quer durch alle Branchen, sagt Unternehmenschef Friedrich Santner. "Das macht uns konjunkturunabhängig."
Anton Paar startete 1922 als Ein-Mann-Maschinenschlosserei und wird mittlerweile von der vierten Generation geführt. Derzeit werden weltweit 960 Mitarbeiter beschäftigt, wovon rund 720 Mitarbeiter im Stammhaus in Graz tätig sind. Im Dezember 2003 wurde das Familienunternehmen in eine Stiftung eingebracht. Die Santner Privatstiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Zu ihrer Aufgabe zählt neben dem Erhalt und Ausbau des Unternehmens auch die Prävention von Suchtkrankheiten.
Das Unternehmen ist sehr um das Wohl der Mitarbeiter bemüht und bietet daher sehr viele zusätzliche Sozialleistungen (Kindergarten, Massagen, Sportevents,…) an. Darüberhinaus wurde es auch als das frauen- und familienfreundlichste Unternehmen ausgezeichnet.

EISKRIPPE IN DER GRAZER INNENSTADT
Unser nächster Programmpunkt führte uns in die Grazer Innenstadt, wo wir einerseits die Eiskrippe im Innenhof des Landhauses besichtigen, die aus 50.000 Tonnen Eis bestand und andererseits unsere kurze Mittagspause genießen konnten. Seit 10 Jahren errichtet der Villacher Künstler Gerd J. Hödl Eisskulpturen für die steirische Landeshauptstadt.

SCHOKOLADEMANUFAKTUR ZOTTER
Den Nachmittag verbrachten wir in der Schokoladenmanufaktur Zotter in der Nähe des Ortes Riegersburg. Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.
Bei unserem Rundgang (ca. 90 Minuten) durch Zotter´s Schokoladewelt wurden wir in die Geheimnisse der Schokoladenproduktion eingeweiht. Das Schokoladentheater hat uns einen Einblick in die Arbeit der Kakaobauern von Nicaragua gegeben, von denen Zotter die Kakaobohnen bezieht. Die Qualität der Kakaobohnen ist von enormer Bedeutung für das Endprodukt. Der Genussweg führte uns an viele Orte, an denen wir kosten durften. Für viele von uns waren die Panoramabar mit der Trinkschokolade, sowie Running Chocolate mit über 150 verschiedenen Schokoladesorten die Highlights.
Absolut erwähnenswert ist, dass sich Herr Zotter für den bewussten Genuss einsetzt. Er hat die gesamte Produktion auf Bioprodukte und fairen Handel umgestellt. Darüber hinaus unterstützt er die Kakaobauern in Nicaragua, setzt sich für den Erhalt des Regenwaldes in Brasilien ein und führt Projekte mit dem WWF durch.
Im Schokoladeshop deckten wir uns schließlich noch ausreichend mit Schokolade ein.
Zufrieden, etwas erschöpft, aber überwältigt von so vielen neuen und interessanten Eindrücken kamen wir um 18 Uhr wieder nach Klagenfurt zurück. Wir möchten uns ganz herzlich bei Frau Prof. Ferk-Gasser für die Begleitung und bei unserer Klassenvorständin Frau Prof. Fluch für die Organisation und vor allem für diese Idee recht herzlich bedanken.

(Gloria Napetschnig und Conny Perdacher)